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Infos zum Inneren Team

Was ist ein “Inneres Team”? - Aber ich bin doch nicht schizophren! - Beispiele für innere Anteile - Das innere Kind - Übung zum Inneren Team - Literatur

 

Was ist ein “Inneres Team”?

Innerhalb der Psychotherapien wird zunehmend auf die Idee der inneren Anteile bezug genommen. Am bekanntesten ist beispielsweise die Arbeit mit dem “Inneren Kind”. So sprechen verschiedene Psychotherapieschulen über “Teile”, “Identitäten”, “Persönlichkeitsanteile”, “Sub-Persönlichkeiten”, “innere Anteile” und/oder “Ich-Zuständen” bzw. “unterschiedliche Bewusstseinszustände”.

Bereits Goethe sprach von den zwei Seelen in seiner Brust, Freud hatte die Idee der Anteile Es, Ich, Über-Ich, Jung sprach vom Animus, der Anima, dem Schatten und den Archetypen und Berne ging in der Transaktionsanalyse vom Erwachsenen-Ich, Eltern-Ich und Kind-Ich aus.

Grossen Einfluss auf die Arbeit mit Teilen geht von Virginia Satir (Buch: Meine vielen Gesichter) und der mit ihr verbundenen Palo-Alto-Gruppe mit Milton Erickson aus, ebenso verwendet Perls in der Gestalttherapie völlig selbstverständlich innere Anteile und setzt sie auf einen Stuhl. Weitere Entwicklungen liegen vor von R. Assagioli (Psychosynthese), dem Ehepaar Stone (Voice Dialogue Methode), G. R. Schwartz (Systemische Therapie mit der inneren Familie) und F. Schulz von Thun (Miteinander Reden, Band 3: Das innere Team), J./H. Watkins (Ego-State-Therapie) und Ann Weiser-Cornell (Inner-Relationship-Focusing). Dabei stützen sich die meisten Ansätze auf den inneren Monolog bzw. Dialog, den jeder Mensch mehr oder minder bewusst mit sich selbst führt.

Bevor und während wir handeln melden sich, mehr oder minder vernehmlich, verschiedene innere Gedanken zu Wort. Je nachdem wie sich das "innere Betriebsklima" entwickelt, kann ein Mensch über ein "Inneres Team" verfügen oder unter einem inneren Durcheinander- und Zerrissen-Sein leiden, weil die innere Kommunikation - und damit eine Kooperation - nicht funktioniert.

Beispiel: ”Eigentlich möchte ich mich beruflich verändern und dazu eine Bewerbung schreiben” “Oh, wer weiss, ob Du hier etwas findest, womöglich musst Du dann weit weg ziehen, lass es lieber” “Ach was, das wäre doch ein Abenteuer” “Ich weiss gar nicht, was ich schreiben soll; was kann ich denn eigentlich?” “Vielleicht finde ich ja auch hier in meiner Firma etwas anderes” “Hier geht’s aber auch nicht weiter” “Aber das wäre doch peinlich, wenn das rauskommt, dass du dich woanders bewirbst” “Das schaffst du doch eh nicht, dass du deinen Hintern mal hoch kriegst” “Nein, ich bleib lieber auf der sicheren Seite, ich brauch mich nicht bewerben” “Bin ich dann nicht ein Weichei, wenn ich mich nicht traue?”.

Dieses Beispiel zeigt, dass Verhalten weniger auf einer Eigenschaft beruht (“Ich bin nicht gut genug und deshalb schaff ich es nicht mich zu bewerben”), sondern dass das Verhalten ein Ergebnis einer (inneren) Interaktion (von mehreren Anteilen) ist. Diese Idee, die Gregory Bateson in der Palo-Alto-Gruppe benannte, war in der damaligen Zeit revolutionär, da bis dahin die bekanntesten psychoanalytischen Theorien den Kontext (andere Personen oder wichtige geschichtliche Ereignisse) wie auch die Ressourcenorientierung oder das Kooperationsprinzip ausser Acht liessen (siehe auch: Sokratischer Dialog und hypnosystemische Teilearbeit in Therapie und Beratung von R. Baur, Seite 135).

Diese "innere Pluralität" ist also menschlich, individuell und eine wertvolle Ressource (= Hilfsmittel, Quelle woraus eine Person schöpfen kann) zur persönlichen Weiterentwicklung.

 

Aber ich bin doch nicht schizophren!

Es geht dabei nicht um “Schizophrenie” (bei einer schizophrenen Psychosen werden Stimmen als von aussen kommend wahr genommen) oder um eine “Multiple Persönlichkeit” (hier stehen die Teile durch massive Traumatisierung nicht miteinander in Verbindung, was Stress und Chaos ins System bringt), sondern dass wir Menschen oft unterschiedliche emotionale Motive fühlen (Angst oder Aggressivität) oder unterschiedliche soziale Rollen ausfüllen (Eltern-Rolle/professionelle Rolle, SchülerIn/FußballerIn, ...). Die Ganzheit eines Individuums wird mit der Idee der inneren Anteile nicht in Frage gestellt, zumal es einen sehr umfassenden Teil, einen inneren Raum gibt, der all diese “Stimmen” in sich wahrnehmen kann. Die Chance besteht hier darin, dass jedem Menschen die Fähigkeit zugesprochen wird, das Bewusstsein dafür zu entwickeln was tatsächlich in einer/einem selbst passiert und dadurch einen Umgang in schwierigen Situationen zu finden und damit innerlich zur Ruhe zu kommen. Wenn dieser Prozess geübt ist, kann er jederzeit und ohne Hilfe von aussen angewendet werden, was für viele Menschen eine wahre Befreiung ist.

 Das innere Kind

Ein recht “berühmter” Anteil (bei Google finden sich über 2 Mio. Einträge) ist das innere Kind - es gibt aber auch “innere Jugendliche” oder “innere Eltern”. Im Prinzip lässt es sich mit dem inneren Kind alleine arbeiten, ohne ein inneres Team zu kreieren oder mit einzubeziehen. Hilfreich können für das Kind innere gute Eltern sein, die sich um es kümmern, es reicht jedoch aus, sich selbst liebevoll diesem Teil zuzuwenden. Diese liebevolle innere Verbindung und das freundliche Dabei-Sein (mit dem inneren Kind oder sich selbst) ist dabei der Schlüssel zum Kontakt mit sich selbst und damit auch die Tür zu einem anderen, da liebevolleren, Wahrnehmen anderer Menschen.

Mit dem inneren Kind werden oft Gefühle wie Neugier, Begeisterung und Staunen in Zusammenhang gebracht, aber auch eine diffuse innere Anspannung. Diese wird durch Gefühle wie Hilflosigkeit, Ohnmacht, Verlassenheit oder Einsamkeit ausgelöst. Solche Gefühlszustände werden dann oft einem Kind-Zustand zugeschrieben, da diese Gefühle tief empfundene Gefühle sind, die früh geprägt werden. Jedes Kind erlebt sie und kann diese ohne Hilfe von Erwachsenen auch nicht verändern (siehe auch: “Das sogenannte innere Kind” von Herbold & Sachsse, Seite 70).

Für andere da zu sein, ihnen zu helfen empfinden viele Menschen als völlig natürlich. Sich selbst gegenüber empfinden viele Menschen jedoch eher eine Abneigung. Dies hängt in der Regel mit dem Widerwillen gegen regressive innere Zustände, und damit eben oft Kinder-Zuständen, zusammen. Dabei ist es völlig normal , sich selbst auch einmal einen Rückzug zu gönnen und dadurch Kraft zu schöpfen, je nach dem eigenen Bedarf mit Musik, Hörspielen, Shoppen, Sport, Spaghetti mit Tomatensoße, Singen, Märchen, Kuscheln, Tanzen, Natur, Massagen oder Fotobildbänden. Alles Dinge, die auch Kinder und Jugendliche tun.
Oft hängt der Widerwillen sich mit einem inneren Kind auseinanderzusetzen auch mit der Furcht zusammen, schreckliche Dinge zu erleben. Den Kontakt mit dem inneren Kind zuzulassen bedeutet nicht, dass Sie sich plötzlich kindlich verhalten werden. Oder nie wieder ihr Leben in den Griff bekommen werden.

Dennoch ist es verständlich, dass das innere Kind erst einmal abgelehnt wird: in der Regel handelt es sich nicht um ein glückliches, fröhliches Kind, das problemlos auf den eigenen Menschen zugeht. Abgewertete, abgelehnte, vernachlässigte Kinder können unnahbar sein oder bedürftig, gierig, nervig, nörgelig, weinerlich. Warum sollte es auch plötzlich Vertrauen in “seinen” Menschen haben?
Dennoch zeigt es sich schnell dankbar, wenn es merkt, dass Sie es ernst meinen und einfach nur bei Ihrem Kind sind, sich ihm freundlich zuwenden und vielleicht auch mitfühlen können. Und: Sie werden sich “ganzer” fühlen, “kompletter”, mit sich selbst verbunden und dadurch wiederum selbst gehalten. Sie haben den Zugang zu Ihrer inneren Ressource, Ihrer inneren Kraftquelle (“re” wieder/zurück, “Source” Quelle) gefunden.

Sich selbst ein Freund/eine Freundin zu sein: gerade das fällt vielen Menschen schwer, da es die Akzeptanz seiner selbst und den Mut zur Unvollkommenheit voraussetzt. - Kein Wunder, bei den Erfahrungen, die wir Menschen durch andere Menschen machen, die oft nicht im ermutigenden Klima stattfinden.

Das Dabei-Sein ist das freundliche Akzeptieren der gegenwärtigen Gefühle oder Bedürfnisse. Oder ein freundliches Reden zu sich selbst oder sogar mal eine Erlaubnis zu wagen. Dies sind die wirksamsten Faktoren, um Freundschaft mit sich selbst pflegen zu können. Es geht um vielleicht 5 bis 10 Minuten Zuwendung pro Tag, vielleicht nur probeweise für sich selbst, z. B. für drei Wochen.

Um Dabei-Sein zu können, muss ein Mensch das entsprechende Gefühl - z. B. die Sorge, sich zu blamieren - als einen Teil von sich erkennen. Dadurch kommt Abstand zum (oft bedrohlichen) Geschehen auf und das Dabei-Sein wird erst möglich. Hören Sie den Unterschied: “Oh Gott, ich mach hier alles falsch, ich blamier mich doch voll!” oder “Ein Teil von mir glaubt, sich hier mit seinem Verhalten voll zu blamieren”.

 

Beispiele für innere Anteile

Der innere Antreiber (“Hopp, hopp, schnell, schnell, das muss jetzt gemacht werden!”), die Sachliche (“Ich bleib bei den Fakten und bin ganz objektiv, meine Gefühle halte ich raus), der Selbst-Zweifler (“Machst du das denn wirklich richtig?”), die Vorsichtige (“Da muss ich vorher genau schauen, ob das wirklich gut ist”), der sozial Interaktive (“Ich unterhalte mich gerne mit anderen”),  der Ängstliche (“Oh, hoffentlich geht nichts schief”), die Kreative (“Das würde mir aber keinen Spass machen”), der Eifrige (“Aber selbstverständlich, das mache ich sofort”). Weitere Beispiele finden Sie in der Übung unten.
Ausserdem ist Ihrer Kreativität keine Grenze gesetzt: benennen Sie die innere Stärke oder rufen Sie den Helden, die Beschützer, den Schutzengel, Zauberer, innere Ärztin, inneren Verbündeten, das universale Herz, den Lebenskünstler, den Sucher, das verborgene Licht, die innere Familie, den Ritter mit dem Schwert ... zu sich.

Tun Sie die Ihnen unsympathischen Teile nicht gleich als “schlecht” ab. Virginia Satir hat oft das Bild benutzt, dass Menschen Teile von sich wie bösartige Hunde behandeln, indem sie sie auf kleinstem Raum hinter Gittern und verschlossenen Toren halten. “Unsere hungrigen Hunde heulen unentwegt und beissen heftig um sich, wenn wir das Tor öffnen. Doch wenn wir für unsere Hunde sorgen, sie gut ernähren und sie akzeptieren, können wir sie gefahrlos frei herumlaufen lassen. Sie mögen bellen, aber sie werden dann nicht beissen” (aus “Das Satir-Modell” (2000), S. 205). Fühlen sich abgelehnte Teile von Ihnen anerkannt, werden Sie eine körperliche Erleichterung spüren. Durch diese Akzeptanz wird der entsprechende Teil bereits transformiert.

 

Übung zum Inneren Team

Die Vorstellung, dass unsere Anteile wie Samenkörner sind, die unter geeigneten Umständen erblühen, macht uns vielleicht unsere Macht/Fähigkeit zur Transformation bewusst.

Angenommen, Sie brauchen mehr Klarheit über ein Problem, dann nehmen Sie sich eine Pause und versuchen Sie Ablenkungen vorzubeugen (Telefon aus; Ruhe-Schild an der Tür), und nehmen Sie Spielfiguren zur Hand (seien Sie unbeschwert kreativ, z. B. können Sie auch Stofftiere oder Münzen nehmen):

Versuchen Sie zuerst, das Problem näher zu definieren (z. B. “Ich fühle mich am Arbeitsplatz immer so komisch, wenn Herr Müller da ist” oder “Mich nervt, dass ich immer wieder Kopfschmerzen bekomme”).

Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier und schreiben Sie alles auf, was Ihnen zum Problem einfällt. (z. B. “Herr Müller macht mich noch wahnsinnig mit all seinen Ansprüchen”, “Aber Herr Müller macht doch auch nur seine Arbeit!”, ....)

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie fertig sind, schauen Sie sich in Ruhe die Sätze an. Bewerten Sie sie nicht gleich, verurteilen Sie bitte nicht gleich.
Welche Sätze passen zusammen, haben einen ähnlichen Tenor oder ähnliche Adjektive? Bilden Sie entsprechende Kategorien bzw. “Satz-Gruppen”. Fällt Ihnen spontan ein Bild oder ein Wort ein, wenn Sie die Sätze anschauen, die zusammenpassen. Zum Beispiel: Wut, beschwichtigen wollen, Rumpelstilzchen, Antreiber, zerstreuter Professor, Boxer, Frust, Kritiker, Stiefmutter, Richter, Drache, Träumer, frecher Bengel, Fohlen, Ankläger, strenger Vater, das singende Wesen, Despot, Komiker, sexy boy/girl, der Widerstand, Selbsthass, die innere Mutter/der innere Vater, .....

Stellen Sie das Problem in die Mitte (hier: die Person Herr Müller oder die Kopfschmerzen), wählen Sie dazu eine Spielfigur oder eine Münze oder ein Stofftier oder einen Stein oder irgendwas, das passen könnte.

Stellen Sie alle Anteile, die Sie durch Ihren Aufschrieb gefunden haben, nacheinander auf (z. B. Ist der wütende Anteil weit entfernt von Herrn Müller oder ganz nah bei ihm? Schaut die Wut ihn an oder eher weg? Welche Gesten hat der wütende Anteil, zeigt er z. B. wütend auf Herrn Müller? Oder kniet ein beschwichtigender Anteil vor Herrn Müller? Welche Gesten zeigt Herr Müller? Haben Sie den Eindruck, dass Herr Müller auf einem Podest steht oder steht er auf dem Boden? Was sagt die Wut zu Herrn Müller und was denkt die Wut über ihn?)

Lassen Sie das Gesamtbild auf sich wirken; welchen Eindruck macht Ihr inneres Bild auf Sie? (gibt es eine “Ballung” an Anteilen oder sind alle weit verstreut?*). Allein diese Akzeptanz der inneren Dynamik kann einen Teil des innerlich gefühlten Zündstoffes auflösen.

Stellen Sie nacheinander den beteiligten inneren Anteilen folgende Fragen: Welche positive Absicht hast du (was möchte der Anteil für Sie erreichen?)? - Kennst du die anderen Anteile und deren positive Absicht?

Lassen Sie einen Dialog beginnen, fordern Sie die Teile auf, sich einander vorzustellen. Ziel ist, dass die unterschiedlichen Anteile Verständnis füreinander erreichen, sich gegenseitig anerkennen, indem sie die gute Absicht und Ressourcen eines jeden Teiles erkennen (ein Antreiber zum Beispiel könnte die Absicht habe, Sie vor Gesichtsverlust zu schützen und seine Ressource könnte Leistung sein; gelingt ihm das nicht, fühlt er sich in einer misslichen Lage). Vielleicht bemerken Sie Anteile, die eigentlich zueinander gehören, aber nicht voneinander wussten und immer im Aussen nach anderen Menschen schauten. beispielsweise könnten Sie einen Macht-Anteil entdecken, der meint: “Ich bin fähig Dich zu schützen!”. Und dann bemerken Sie, dass dieser gut auf den Einsamkeitsanteil aufpassen könnte. Vorher suchte der Einsame vielleicht nur im Aussen nach irgendeinem Menschen, um nur ja nicht alleine zu sein. Bitten Sie jede/n um Zusammenarbeit und Lösungsvorschläge in bezug auf das in der Mitte liegende/stehende Problem. Achten Sie besonders auf die Einwände und Bedingungen, die sich vermutlich auf die jeweilige positive Absicht beziehen werden.

Halten Sie durch, bis eine gegenseitige Anerkennung vorhanden ist und alle mit einem der Lösungsvorschläge einverstanden sind. Vermutlich kann es sehr hilfreich sein, wenn jeder einzelne Anteil darum bittet, von Ihnen akzeptiert zu werden. Halten Sie sich die gute Absicht und die Ressourcen des Anteils vor Augen und gewähren Sie dem Anteil Ihre Akzeptanz.

Denken Sie an eine Situation in der Zukunft, in der das Problem eine Rolle spielen könnte. Wenn Sie bei diesem Gedanken feststellen, dass sich an Ihren Reaktionen (in Gefühl und Verhalten) nichts oder nur sehr wenig verändert hat, sollten Sie auf die noch vorhandenen Einwände oder befürchteten negativen Konsequenzen eingehen, die noch nicht bedacht wurden.

Wenn dieses Stück Arbeit geschafft ist, können Sie stolz auf sich sein: geniessen Sie das Gefühl Ihrer inneren Einheit und Verbundenheit. Geniessen Sie auch das Gefühl, dass Sie achtsam mit sich umgehen können, und sich Unterstützung von Ihren inneren Anteilen holen konnten. Vielleicht möchten Sie mit einem kleinen Ritual diese Übung abschliessen, die ich von Virginia Satir abgeleitet habe: Machen Sie die Augen zu oder schauen Sie auf einen Punkt direkt vor Ihnen unten. Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass Sie gerade viele Ihrer Anteile gesehen haben. Alle sind jetzt im Kontakt mit Ihnen. Vielleicht haben Sie dazu ein Bild (vielleicht stehen Sie alle miteinander im Kreis und Sie stehen im Mittelpunkt Ihrer Anteile). Spüren Sie diese Verbindung mit Ihren Anteilen in Ihrem Körper, lassen Sie zu, dass Sie mit der Energie in Kontakt sind, die aus der Erde und vom Himmel kommt. Lasse Sie zu, dass sich Ihre wundervollen Augen schliessen, und machen Sie sich bewusst, was Sie jetzt, in diesem Augenblick empfinden. Sie stehen mit allen Ihren Teilen in Kontakt. Spüren Sie Worte dazu? - Beende Sie in Ihrem Tempo die Übung und kommen Sie langsam wieder in den Raum , in dem Sie sind, zurück.

Gehen Sie wertschätzend mit sich um: wenn Sie bemerken, dass das Thema Sie zu sehr anstrengt, dann machen Sie eine Pause dazwischen; nehmen Sie Gefühle der Überforderung ernst, gehen Sie sorgsam mit sich um und seien Sie freundlich zu sich und den gefundenen Anteilen. An einem anderen Tag können Sie mit der Übung weiter machen.

Wenn Sie das Gefühl haben, nicht mehr vorwärts zu kommen, machen Sie Pausen oder gönnen Sie sich Unterstützung; wir Menschen sind soziale Wesen und können nicht immer alles
alleine lösen.


 * Ballungen sind ein Hinweis auf Koalitionen von inneren Anteilen (also gegenseitige Abhängigkeiten oder Loyalitäten), eine große Streuung kann ein Hinweis auf wenig Zusammenhalt also Vereinzelung der Anteile geben

  

Literatur

Die o. g. Übung ist ein eigener Mix aus “A Part’s Party” und ”Skulpturarbeit” von Virginia Satir (Das Satir-Modell (2000) von Satir et al, Junfermann-Verlag) 

“Das innere Team” von Schulz von Thun (Kommunikation - Band 3).

Virginia Satir (2001) “Meine vielen Gesichter - Wer bin ich wirklich?” München: Kösel-Verlag

 

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